Artwork Sprechblase
Thorsten Schaefers präsentiert einen Weihnachtsbaum
Quelle: Stadtmagazin

Aber bitte koordiniert

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An seinem Lieblingsort in der Freiburger Innenstadt, dem Adelhauser Klosterplatz, haben wir uns mit Thorsten Schäfers (Alter wurde nicht verraten) getroffen. Thorsten ist seit März 2021 Projektleiter für Innenstadtkoordination bei der FWTM. Was er in und für Freiburg macht und vorhat, erzählt er uns beim Talk unter dem Weihnachtsbaum – naja eher im Weihnachtsbaum hängend.

Thorsten, was verbindet dich mit Freiburg?

Sport, Feiern und die Liebe. Ich komme ursprünglich aus Breisach, war in Freiburg auf der Schule, habe in Freiburg Politik und Geschichte studiert und lebe seitdem hier im Stühlinger.

Was macht Freiburg für dich lebenswert und was fehlt dir hier aber auch?

Freiburg hat die richtige Größe für eine Stadt. Du bist schnell in jeder Ecke und draußen in der Natur zum Sporteln. Was mir hier fehlt, ist noch mehr ein mediteranes Flair, wie es in Städten in Italien oder Spanien zu spüren ist.

Dein Alter willst du nicht verraten, aber was hast du gemacht, bevor du Innenstadtkoordinator wurdest?

Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht. Nach mehreren Stationen als Marketingleiter bei deutschen Unternehmen hat es mich über den Umweg Schweiz wieder zurück nach Freiburg verschlagen. Gemeinsam mit Freunden aus dem Online Business bin ich dann über die Stellenausschreibung der FWTM gestoßen. Weil wir im Innenstadteinzelhandel unter anderem bei der Digitalisierung Handlungsbedarf gesehen haben, habe ich mich entschlossen, dem Sturm ins Auge zu sehen, also zu handeln, anstatt darüber zu reden und habe mich beworben.

So, und was sind jetzt deine Aufgaben?

Meine Hauptaufgabe ist die Koordination zwischen Stadtverwaltung und Innenstadtakteuren. Da bin ich koordinierende und kommunizierende Anlaufstelle für alle: Insbesondere das Wohl der Gewerbetreibenden in der Innenstadt, also Einzelhandel, Gastronomie, Kulturwirtschaft etc. sind mein Fokus. Natürlich bin ich auch für andere Innenstadtakteure wie den Innenstadtlokalverein, die Vertreter_innen der Kirche sowie der Uni etc. ansprechbar.

Quelle: Stadtmagazin

Kriegst du diese Gruppen alle unter einen Hut?

Ja, das ist eine gute Frage (lacht). Müsste man vielleicht mal bei den einzelnen Akteuren anfragen. In der jetzigen Coronasituation ist der Fokus stark auf den Innenstadteinzelhandel gerichtet.

Nenne mal ein paar Projekte, die du im ersten halben Jahr umgesetzt hast?

Das waren hauptsächlich Projekte mit schnellen Zielen, wie die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu erhöhen. Dazu gehören zum Beispiel: mehr Bänke kombiniert mit Pflanzen, die Zwischennutzung leerstehender Einzelhandelsflächen als Pop-up-Stores oder eine Shop-and-Drop-Lösung für den Handel zu etablieren, um die Logistik zu verbessern. Wir haben auch eine Reihe von Veranstaltungen unterstützt, um Freiburger_innen und Besucher_innen aus dem Umland wieder einmal zu einem Innenstadtbesuch zu animieren.

Meist kommst du mit dem Rad um eine Ecke geflitzt. Bläst du dir so den Kopf frei für neue Ideen?

Das auch. Aber ich bin einfach viel in der Innenstadt unterwegs. Ich schaue auch was andere Städte so machen und lasse mich inspirieren.

Quelle: Stadtmagazin

Einige der Projekte hatten schon Eventcharakter. War das Absicht?

Ja, auf jeden Fall! Da war das Bächlepicknick im Sommer in Zusammenarbeit mit FREIBURGerLEBEN oder den ersten Museumsabend. Das kam richtig gut an, weil es zu der DNA von Freiburg passt. Keine Massenevents, sondern für Leute, die sich hier wohlfühlen und auch das Besondere suchen.

Darfst du schon ein bisschen was über die Pläne in 2022 verraten?

Wir arbeiten weiterhin daran, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern, zum Beispiel mit weiteren Sitzgelegenheiten. Dann planen wir gerade mit Hilfe eines Förderprogramms eine große Veranstaltung zum Thema nachhaltige Mode nach Freiburg zu holen. Am Programm kann sich jeder beteiligen. Auch soll es einen After-Work-Markt in der Innenstadt geben. Vier verschiedene Orte haben wir in der Auswahl. So können Freiburger*innen auch nach Feierabend noch frisches, regionales Obst und Gemüse einkaufen und das in einem Ambiente mit Feierabenddrink und kleinen Events.

Danke dir Thorsten. Wir sind gespannt was 2022 bringt. Eine schöne Adventszeit dir!

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