Artwork Baum mit HerzenArtwork meditierende Frau
Hexe mit Besen im Wald
Quelle: Mаргарита жуковская

Die Zauberkraft des Waldes

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Einfach nur im zu Wald sein, stärkt das Immunsystem – pure Einbildung oder wirklich wahr? Ein Waldspaziergang ist eine herrlich entspannende Unternehmung für alle Sinne und wesentlich wohltuender als eine Wanderung entlang einer stark befahrenen Straße. Das würde wohl kaum jemand leugen. Und das empfinden nicht nur wir von DAS STADTMAGAZIN so, sondern es gibt auch Studien zu diesem Thema.

Junge Frau sitzt im Wald_@pexels-ira

Entschleunigung mit allen Sinnen

Der japanische Mediziner Qing Li ist der Erfinder des sogenannten „Shinrin Yoku“, was auf Deutsch so viel wie „Ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen“ bedeutet. Hierbei versucht ihr während des Spazierganges alle Sinne zu öffnen – ihr sollt spüren und wahrnehmen, ohne allerdings dabei eine Liste mit Punkten abzuarbeiten. Es ist zum Beispiel wichtig, sich Zeit zu lassen und Pausen einzulegen, wenn ihr den Wunsch danach verspürt. Die ehrgeizige Jagd nach Geschwindigkeits- oder Kilometerrekorden hat beim Waldbaden nichts verloren. Im Gegenteil: zwischendurch einfach einmal an einem duftenden Tannenzweig schnuppern oder über die raue Borke der Bäume streicheln, gehört zu den gesundheitsfördernden Effekten des „Im Wald sein“ dazu.

Quelle: Ira
Foto Aboretum herbstlich_@Caterina Priesner

Natürliche Killerzellen steigen

Für viele Japaner zählt das Waldbaden inzwischen bereits zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge, denn dass dabei der Blutdruck gesenkt und die Ausschüttung von Stresshormonen reduziert wird, ist heute nicht mehr umstritten. Auch in Europa wurden inzwischen zahlreiche Studien durchgeführt, die beweisen sollten, ob die wichtigsten körpereigenen Immunzellen, die sogenannten Natürlichen Killerzellen (NK), während eines Spazierganges durch den Wald aktiviert werden. Die Ergebnisse dieser Experimente zeigten stets, dass bereits nach nur einem Tag, den die Teilnehmer im Wald verbracht hatten, die Anzahl der Natürlichen Killerzellen oftmals um 30 % gestiegen waren. Am zweiten Tag erhöhte sich dieser Wert sogar auf 50 %. Das bedeutet also eindeutig, dass sich die grüne Umgebung tatsächlich positiv auf das menschliche Immunsystem auswirkt.

Quelle: Stadtmagazin
Spaziergänger im Wald @pexels-lujain

Wald als Aromatherapie

Dr. Qing Li und sein Team sind der Meinung, dass das „Im Wald sein“ auf zwei verschiedene Arten Einfluss nimmt. Erstens findet eine Art Aromatherapie statt, bei welcher die sekundären Pflanzenstoffe, die in der Luft enthalten sind, eingeatmet werden und so die Aktivierung der Natürlichen Killerzellen ankurbeln. Zusätzlich bewirkt die Umgebung eine Entspannung der Psyche und auch das hat einen positiven Effekt auf unser Immunsystem.

Quelle: Lujain
Hund sitzt im Wald @pexels-sharon-snider

Mehr Zuversicht – weniger Stress

An vielen Orten der Welt beschäftigen sich inzwischen Wissenschaftler mit der Heilkraft des Waldes. So bestätigt unter anderem auch eine Studie des Max-Planck-Institutes, dass Menschen, die in Waldnähe wohnen, eine gesündere Amygdala-Struktur aufweisen als andere. Dieser kleine Teil des Gehirns steuert unter anderem Angstgefühle und spielt bei der Verarbeitung von Stress eine wichtige Rolle. Zahlreiche Forscher sind sich einig, dass auch das ganz besondere Waldinnenklima mit den niedrigeren Temperaturen und der höheren Luftfeuchtigkeit einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat.

Quelle: Sharon Snider

Tipp! Ein Bad im Erholungsgebiet Lilienthal bei Ihringen bringt euch die Bäume auf beschrifteten Tafeln näher. 255 Hektar Samenplantagen, Klonsammlungen, Baum-, Strauch- und Prüfanlagen, Wiesen, Hütten und Feuerstellen, Fischteiche, Spielplätze und Ausschichtspunkteauf, Bäume aus aller Herren Länder wie etwa Mammutbäume, aber auch eine Vielzahl an Orchideen fühlen sich hier heimisch.

Das Waldbaden kann jeder einfach einmal ausprobieren, denn bei dieser Therapie besteht garantiert keine Gefahr von negativen Nebenwirkungen. Ein Arzt oder Apotheker muss vorher nicht befragt werden!

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