Quelle: Simon Süß Stadt Schwabach

Entdecken Sie Bayerns größtes Felsenkeller-Labyrinth

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In der Stadt Schwandorf lohnt sich auch ein Blick tief unter die Erdoberfläche. Denn im Schwandorfer Holz- und Weinberg erwartet die Besucher eine bayernweit einzigartige bauhistorische Sehenswürdigkeit: Weit über 130 Felsenkeller wurden hier seit Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts von Menschenhand in den Sandstein geschlagen. Die nebeneinander oder in Etagen übereinander liegenden Keller erstrecken sich in nordsüdlicher Richtung über knapp einen Kilometer und sind ein Zeugnis des ehemals blühenden Braugewerbes im Ort. Ursprünglich waren diese als Gär- und Lagerkeller für Bier errichtet worden. Durch die Umstellung auf einen neuen, den sogenannten „unteren“ Gärprozess, benötigte man zu der Zeit nämlich Temperaturen von unter zehn Grad. Diese konnten bis zur Erfindung der technischen Kühlung nur in tiefen Felsenkellern erzielt werden. Später erlebten die Felsenkeller eine wechselvolle Geschichte als „Kühlschränke“ des täglichen Bedarfs, aber auch als lebensrettende Luftschutzbunker im 2. Weltkrieg, bis sie danach in Vergessenheit gerieten und fast verfielen. Das geheimnisvolle „Labyrinth“, ein sanierter, unterirdisch zusammenhängender Bereich aus 60 Räumen, kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.